Atomkraft: Gorleben wird weiter erkundet
Nachricht vom 6.8.2010Vor mehr als 10 Jahren wurden die Erkundungen im geplanten Endlager für Atomabfälle in Gorleben unterbrochen. Nun will Norbert Röttgen (Bundesumweltminister) die Fortführung der Erkundungsarbeiten noch in diesem Jahr in die Wege leiten. Derzeit soll ein Untersuchungsausschuss die Unklarheiten bei der Standortwahl ausräumen. Die Energiekonzerne werden mittlerweile ungeduldig, da sie bereits mehr als 1,3 Milliarden Euro in das Projekt investiert haben.
Prognose soll von Thomauske erstellt werden
Presseberichten zufolge soll der ehemalige Atommanager Bruno Thomauske eine Eignungsprognose erstellen, die durch das Bundesumweltministerium finanziert wird. Die Beteiligung Thomauskes an der Erkundung des Endlagers Gorleben ist bislang nicht offiziell bestätigt worden.Derzeit soll Bruno Thomauske einen Lehrstuhl an der Technischen Hochschule Aachen innehaben, welcher vom Energiekonzern RWE finanziert wird. Vorher war er beim Bundesamt für Strahlenschutz beschäftigt und wechselt im Anschluss daran zum Energiekonzern Vattenfall. Dort wurde er als Geschäftsführer des Atombereichs eingesetzt. Vor etwa drei Jahren kam es zu einem Trafobrand im Atomkraftwerk Krümmel, der Thomauske den Posten kostete.
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