Unnötiger Transport radioaktiver Brennstäbe
Nachricht vom 19.8.2010Ein Zeitungsbericht der „Ruhr Nachrichten“ legte offen, dass das Transport von hoch radioaktivem Material aus Sachsen ins nordrhein-westfälische Ahaus hätt vermieden werden können. Die Reaktion der Atompolitik ist lauf den Grünen „unsinnig und teuer“. Dieser Transport sei eine Panne der Sächsischen Behörden gewesen. Im Jahr 2005 sind trotz heftiger Proteste 951 Brennstäbe in insgesamt 18 Castoren aus dem früheren DDR-Kernforschungszentrum bei Dresden nach Ahaus gebracht worden. Die „Sächsische Zeitung“ berichtete nun, dass diese Brennstäbe ursprünglich aus Russland kommen und jetzt wieder dorthin zurück gebracht werden müssen.
Rücktransport in Millionenhöhe
Schon vor dem Jahr 2005 hatte sich Russland allerdings schon für die Rücknahme von Brennstäben verpflichtet, so die „Ruhr Nachrichten“. Dies sei dem sächsischen Wissenschaftsministerium aber erst 2006 bekannt geworden. Wenn das stimmt, so erklärte der Sprecher der Grünen, mache er sich ernsthafte Sorgen über die Kompetenz des zuständigen Wissenschaftsministeriums und verlangte Aufklärung von der amtierenden Fachministerin Sabine von Schorlemer. Laut Huttner sei nach diesen Erkenntnissen allerdings schnell gehandelt und die Restbestände aus Rossendorf nach Russland zurückgebracht worden. Die Kosten dafür lagen bei einer Million Euro. Auch die in Ahaus lagernden Bestände müssen nun dahin zurückkommen, wofür Sachsen die Kosten übernehmen müsste, so Huttner. Diese betragen laut den „Ruhr Nachrichten“ zwischen 1,5 und 20 Millionen Euro. Anteile hierfür werden schon jetzt überwiesen.
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