Desertec-Projekt hofft auf Gelder vom Bund
Nachricht vom 30.8.2010Die Planungsgesellschaft zum Desertec-Projekt DII GmbH ruft die Bundesregierung zu mehr Unterstützung auf. Das Desertec-Konsortium fühlt sich von nach der Sichtung des neuen Nationalen Aktionsplans für erneuerbare Energien vom Bund im Stich gelassen und drängt nun auf die Einbindung des Projekts in das für September erwartete neue Energiekonzept. Falls das Projekt in Berlin nicht stärker vorangetrieben werde, so warnt Projekt-Chef Paul van Son, könne Deutschland ökonomische Chancen verspielen.
Unterstützung auf die weite Bank geschoben
Er hatte in einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), das Bundeskanzleramt sowie die Chef beteiligter Unternehmen daran appelliert, dass es unbedingt erforderlich sei, das Wüstenstrom-Projekt in das Energiekonzept zu integrieren. Aus Kreisen des Konsortiums hieß es aber, dass es fraglich sei, ob das Projekt darin vorkomme.
Zwar zeigte sich die schwarz-gelbe Regierung in ihrem Koalitionsvertrag von 2009 eindeutig unterstützend, so van Son in seinem Brief, aber der letzte Nationale Aktionsplan äußerte sich diesbezüglich „leider eher zurückhaltend“.
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