Energieverband fordert Ausgleich von Nachteilen
Nachricht vom 31.8.2010Ende September sollen die Diskussionen und Spekulationen über das Energiekonzept und die Zukunft der Atomenergie in Deutschland hoffentlich ein Ende finden. Denn dann will die Bundesregierung ihr Energiekonzept präsentieren und die Entscheidungen über die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und die Abschöpfung der Zusatzgewinne der Atomkraftwerksbetreiber bekannt geben. Die Bundesregierung hat zur Unterstützung drei Institute beauftragt, verschiedene Energieszenarien zu berechnen, die Ergebnisse sind in der vergangenen Woche übergeben worden.
Wettbewerb der Energieerzeuger fair gestalten
Das durch die Verlängerung der AKW-Laufzeiten eine Benachteiligung der erneuerbaren Energien entsteht, ist weithin bekannt und musste nicht durch zusätzliche Gutachten und Studien bewiesen werden.
Für alle Energieerzeuger wird bei der Laufzeitverlängerung ein Wettbewerbsnachteil entstehen, der sich mittelfristig auch auf die Preise für die Verbraucher auswirken wird. Robert Busch (Geschäftsführer des Bundesverbandes Neuer Energieanbieter) kritisierte Ungleichbehandlung und fordert einen Ausgleich der Wettbewerbssituation. „Durch eine Brennelemente-Steuer werden die Nachteile der Laufzeitverlängerung für Wettbewerb und Neue Anbieter nicht ausgeglichen. Die großen Vier müssen als Gegenleistung für die Laufzeitverlängerung einen Teil ihrer Wasser-, Gas- und Kohlekraftwerke abgeben. Das wäre eine Initialzündung für den Wettbewerb auf dem Erzeugermarkt“, erklärte er.
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