Teurer Strom dank längeren Atomlaufzeiten?
Nachricht vom 21.9.2010Eine Großdemonstration sorgte am Samstag in Berlin für Aufruhr. Grund für die vielen aufgebrachten Menschen war die Verlängerung der Laufzeiten für die Atomkraftwerke. Über 100.000 Menschen gingen auf die Straße und riefen lautstark dazu auf, die Politik der schwarz-gelben Regierung umzukehren. Diese schert sich allerdings nicht um die vielen Stimmen und ignoriert diese konsequent.
Regierung versagt
Aufgrund des Atomkompromisses kann es jetzt sogar noch sein, dass die Strompreise noch mehr ansteigen. Denn die Atomkonzerne müssen von 2011 bis 2016 jährlich eine Atomsteuer von 2,3 Milliarden Euro zahlen. Und außerdem müssen sie mehrere hundert Millionen Euro für den Ausbau ökologischer Energien zahlen, der ebenfalls sehr umstritten ist. Insgesamt zahlen die Atomkraftwerke also eine Summe von 30 Milliarden Euro. Doch woher nehmen die Konzerne dieses Geld? Viele Experten rechnen nun damit, dass sich diese Frage mit steigenden Strompreisen beantworten lässt. Hochgerechnet auf sechs Jahre steigt dann der Preis pro Kilowattstunde um einen Cent. Wegen all dieser und noch anderer Fakten wirft die Opposition der Regierung Versagen vor. Man hätte bei den Kompromissen dafür sorgen und eine Regelung treffen müssen, dass die Kosten nicht auf die Verbraucher zurückfallen. Genau das ist jedoch eingetreten.
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