Zu viel Ökostrom und keine Speicher
Nachricht vom 30.9.2010In Deutschland herrscht zurzeit ein deutlicher Überschuss an Strom. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ein Grund dafür. Die Wind- und Wasserkraft hat schon des Öfteren bewiesen, dass sie Atomkraftwerke ersetzen könnten. Allerdings sind diese Energien nicht berechenbar. Deshalb suchen die Energiekonzerne nach neuen Wegen, den Strom zu speichern.
Ökostrom könnte Atom jetzt schon ersetzen
Sobald es stürmt fallen die Strompreise rasant. Denn dann gibt es mehr Strom als gebraucht wird. Es kam sogar schon so weit, dass die Energieversorger letztendlich dafür bezahlen mussten, dass jemand ihren Strom kauft. Und das war nur der Anfang eines Problems, welches die deutsche Energiewirtschaft seit dem beschäftigt: zu viel Strom und keine Speicher.
Und da Atomkraftwerke nicht einfach ausgeschaltet werden können, muss die erneuerbare Energie leiden. Dabei erzeugen diese schon annähernd so viel wie die Atomkonzerne. Die Windkraft erzeugte im ersten Halbjahr 18,3 Milliarden, die Biomasse 16,2 Milliarden und die Wasserkraft 9,4 Milliarden Kilowattstunden. Und auch Photovoltaik-Anlagen lieferten 5,4 Milliarden Kilowattsunden. Die erneuerbaren Energien erzeugten also im ersten Halbjahr insgesamt 49,4 Milliarden Kilowattsunden, während die Atomkraft im gleichen Zeitraum 65,2 Milliarden Kilowattstunden erzeugte. Würde man die Wasserkraft aus Norwegen zulassen ,was nur genehmigt werden muss, könnte Deutschland heute schon zu 100 Prozent mit Ökostrom versorgt werden!
Es fehlen nur Speicherlösungen – hier sind sie
Die Regierung schert sich derzeit nicht viel darum, was ohne Probleme funktionieren könnte. Sie lässt den überflüssigen Strom lieber ins Ausland fließen, was die Stromerzeuger auch Geld kostet. Und das macht sie schon seit 8 Jahren. In diesem Jahr was der Exportüberschuss mit gut 11 Milliarden Tonnen den Höchstpunkt erreicht. Dabei muss der Strom einfach nur gespeichert werden. Womit? Mit Pumpspeicherwerken, Druckluftspeichern oder einem Automobilakku! Sogar der Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (Dena), Stephan Kohler, hat das erkannt und ausgesprochen: „Pumpspeicherwerke sind auf absehbare Zeit die flexibelste, effizienteste und wirtschaftlichste Speicheroption“.
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