Friedliche Demonstration bei Castor-Transport
Nachricht vom 13.10.2010Am 05. November 2010 soll ein Castor-Transport mit 11 Behältern im französischen La Hague starten sich auf den Weg in das Zwischenlager Gorleben machen. Gut 16.500 Polizisten sollen für die Sicherheit des Transportes sorgen. Jochen Stay (Sprecher, Umweltorganisation ausgestrahlt) sagte, man wolle auf zivilen Ungehorsam setzen und ohne Gewalt demonstrieren. „Das bedeutet für die Polizei zwar eine Menge zusätzlichen Aufwand, aber keine Eskalation der Gewalt“, so Stay
Polizei ist nicht der Gegner
Konrad Freiberg (Polizeigewerkschaft) kritisierte neben den respektlosen und gewalttätigen Demonstranten auch die Politik. Er warf der Politik vor, die großen gesellschaftlichen Probleme nicht selbst zu lösen, sondern diese auf dem Rücken der Polizei auszutragen. Die Beamten müssten sich mit den Demonstranten vor Ort auseinandersetzen, sich beschimpfen und beleidigen lassen, teilweise würden sie sogar angegriffen.
Jochen Stay erklärte, die Polizei sei „nicht der Gegner“ und die stattfindenden Demonstrationen gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und die Castor-Transporte werden friedlich und gewaltfrei ablaufen. „Für uns zählt in erster Linie die politische Dimension des Konflikts“.
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