Öko-Ziele ausgeweitet
Nachricht vom 2.11.2010In Bad Schwalbach befasst sich das ENERGIE Fachforum mit alternativen Energien. Die Experten machen eine Chance für Kommunen aus. Diese seien Profiteure der Energiewende, die auf jeden Fall kommen muss. Warum begründeten die Fachleute in Bad Schwalbach. Alles was stört, sind die verlängerten Laufzeiten für Atomkraftwerke.
Erneuerbare schon ab 2015
Der Kreisausschuss lud zum fünften Fachforum „Erneuerbare Energie – Arbeit und Wertschöpfung“ zwei Wissenschaftler ein, deren Reputation den Alleesaal drei Stunden lang füllte. Es geht aber auch um ein überlebenswichtiges Thema, welches schon viel früher hätte konsequenter angefasst werden müssen. Die Emissionen von Kohlendioxid sollten nicht nur bis 2020 um 40 Prozent verringert werden, sondern am besten schon bis 2015. Dies ist das Ziel welches der Landrat Burkhart Albers von der SPD in seinem Impuls-Referat gleich an den Anfang stellte. Das will er mit Partnern, mit einer Bestandsaufnahme aktueller Verbräuche und den erfolgten wie geplanten Einsätzen von Sonnenenergie, Biomasse, Holzhackschnitzeln, Biodiesel aus Raps und energetischen Sanierungen erreichen. Das neu gegründete Kompetenzzentrum soll dabei beraten und vernetzen. Der Landrat prophezeite: „Profitieren kann jeder, der hier lebt und arbeitet. Wir binden die Bürger mit ein und holen mit dem Umschwenken die Wertschöpfung in die Region“.
Willenlose Regierung und zu wenig Technik
Schon der kürzlich verstorbene SPD-Politiker Hermann Scheer hielt eine hundertprozentige Umstellung auf erneuerbare Energien technisch für möglich und wurde dafür in Lebzeiten noch verhätschelt. Für den Geschäftsführer des Energie-Instituts, Gerhard Hofmann ist er die Lichtgestalt im Dunkel der Krise. Seine Devise lautet „Weitermachen mit der Photovoltaik“. Seiner Aussage nach glaubt die Mehrheit der Bevölkerung daran, dass die Umstellung bis 2030 erfolgt sein könnte. Aus den Gegengründen macht er aber keinen Hehl. Das sind mangelnder politischer Wille und fehlende technische Möglichkeiten. Er prangert aber auch die Stromkonzerne an, die „ihre Melkkühe auf der Weide lassen wollen“.
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