E.ON als Hauptpartner für Druckwasserreaktor EPR?
Nachricht vom 5.11.2010Der französische Energiekonzern EDF plant im nordwestfranzösischen Penly den Bau eines Druckwasserreaktors (EPR). Die Zeitung ‚Le Figaro‘ berichtet, dass sich der bisherige Partner von EDF, GDF Suez, aus dem Projekt zurück ziehen will. Stattdessen könnte der deutsche Stromversorger E.ON als ein neuer Hauptpartner bei dem Projekt der ‚dritten Atomkraftwerksgeneration‘ auf den Plan treten.
E.ON bereits an EPR beteiligt
Zwar ist der deutsche Energiekonzern E.ON bereits mit acht Prozent an dem Bau des neuen Druckwasserreaktors im nordwestfranzösischen Penly beteiligt, das Unternehmen könnte jedoch zu einem Hauptpartner avancieren. Wie die französische Zeitung ‚Le Figaro‘ will der bisherige Hauptpartner GDF Suez aus dem Projekt aussteigen. Damit wäre der Weg für E.ON frei. Bislang hält GDF 25 Prozent der Anteile, während 50 Prozent auf EDF entfallen. Ein E.ON Sprecher wollte sich zu den Zeitungsberichten nicht äußern. Er machte lediglich deutlich, dass E.ON schon früher weitere Beteiligungen an dem Projekt nicht ausgeschlossen habe.
Leistungsfähiger und sicherer
Die neue Generation der Atomkraftwerke, der Druckwasserreaktor EPR, soll leistungsfähiger und sicherer werden. In Frankreich werden derzeit gut vier Fünftel des Strombedarfs in Atomkraftwerken produziert. Mit der neuen Technologie soll es gelingen, die alten Kraftwerke zu ersetzen. Zudem setzt Frankreich auf den Export der Technik. Der erste EPR-Reaktor entsteht derzeit in Finnland. Nach bisherigen Plänen sollte er bereits Mitte des vergangenen Jahres in Betrieb gehen. Allerdings verzögert sich die Inbetriebnahme auf frühestens Ende 2012. Neben dem Druckwasserreaktor in Penly soll ein weiterer Flamanville am Ärmelkanal entstehen.
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