Brennelementewechsel in Biblis erntet Kritik
Nachricht vom 21.11.2010Wiesbaden - RWE erntete durch ihren vorzeitigen Austausch der Brennelemente im Atomkraftwerk Biblis viel Kritik vom hessischen Landtag, so dass sich sogar Regierung und Opposition einmal einig waren. Der energiepolitische Sprecher der Bundestagsfraktion betont dabei, die von RWE eingesparte 280 Millionen Euro ärgern ihn genauso wie die Opposition auch – und das sei auch gut so.
Wechsel rechtlich gesehen legitim
Die Regierung warnt dennoch, man dürfe dies nicht als Gelegenheit sehen um Hals über Kopf alle rechtsstaatlichen Grundsätze über Bord zu werfen, der Wechsel der Brennstäbe sei zwar für die Haushaltskassen ärgerlich, rechtlich gesehen aber wasserdicht. Die SPD kommt derweil nicht drumherum der Regierung Schlampigkeit beim Entwurf der Verträge vorzuwerfen.
RWE dementiert weiterhin finanzielle Beweggründe
Die RWE begründete den Wechsel der Brennelemente offiziell jedoch nie mit dem Ziel der Steuerersparnis, sondern immer durch die Dringlichkeit gemessen an den physikalischen Gegebenheiten. Die SPD wettert dagegen weiter die Regierung habe wegen ihres „blinden Atom-Lobbyismus“ die Lücke im Gesetz nicht gemerkt, wofür nun die Haushaltskasse gerade stehen muss.
Anzeige

Die neuesten Energienews:
Stromautos: Zukünftig Strom statt Benzin( vom 16.5.2012 )
Strompreiserhöhung bei E.ON Hanse zum 1. Juni
( vom 11.5.2012 )
Stromkosten- Anstieg: Seit 2007 um 25 Prozent
( vom 8.5.2012 )
Energiegipfel im Kanzleramt: Stadtwerke ignorieren
( vom 4.5.2012 )
Energiewende: Die Wogen glätten sich
( vom 27.4.2012 )
Das könnte Sie auch interessieren:
Weiterhin billiger Strom?( vom 21.3.2011 )
Strompreise: Anbieterwechsel kann sich lohnen
( vom 4.8.2010 )
Energiewende in der Zeit der Besinnung
( vom 23.12.2011 )
Netzentgeltverordnung unter starker Kritik
( vom 7.12.2011 )
Bundesländer an Brennelemente-Steuer beteiligen
( vom 15.10.2010 )