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Erdbeben von Geothermiekraftwerk ausgelöst

Nachricht vom 8.12.2010

Nach den Informationen eines Gutachtens, ist das Geothermiekraftwerk im pfälzischen Landau für einige kleinere Erdbeben verantwortlich. Die rheinland-pfälzische Landesregierung hatte das Erdbeben-Gutachten in Auftrag gegeben, nachdem es Mitte August 2009 zu einem Erdbeben gekommen war, bei dem mehrere Häuser beschädigt wurden. Kurz darauf folgten sechs weitere spürbare Beben.


Vermehrte Beben



Die Fachleute wiesen außerdem darauf hin, dass seit der Eröffnung des Kraftwerkes die nicht spürbaren Mikrobeben zugenommen hätten. Um schneller reagieren zu können, empfehlen die Experten die Bebentätigkeit im direkten Umfeld des Geothermiekraftwerkes besser zu beobachten.

Porenwasserdruck Schuld


Wie die Experten mitteilten, sei wohl die Erhöhung des so genannten Porenwasserdrucks für die Häufung der Beben verantwortlich. Dabei wird Wasser in die tieferen Gesteinsschichten eingepresst. In dem Kraftwerk wird heißes Wasser aus mehr als drei Kilometer Tiefe zu Tage gefördert und zur Produktion von Strom und Wärme genutzt. Danach wird das Wasser über eine zweite Bohrung wieder in die Erde gepresst.

Bei seiner Inbetriebnahme im November 2007 war das Landauer Geothermiekraftwerk das erste größere seiner Art in Deutschland. Nach den Vorgaben der Landesregierung darf es seit den Beben nur noch im Probebetrieb laufen und mit vermindertem Druck arbeiten.

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Redaktion Stromvergleich.com: Gerhard Solter

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