Zusammenfassung: Stromews der letzten Woche
Nachricht vom 10.1.2011Für unsere Leser haben wir noch einmal die wichtigsten Nachrichten in der Stromwelt seit dem Jahreswechsel zusammengefasst.
TelDaFax verabschiedet sich pünktlich zum Jahreswechsel von seinen Vorkasse-Modellen. Kunden steht in Zukunft nur noch die monatliche Abschlagszahlung zur Verfügung, was laut dem Vorstandsvorsitzenden Klaus Bath ohnehin dem Trend entspricht. +++ Die Solarstromförderung könnte erneut gekürzt werden. Allerdings führten Gespräche mit der Solarbranche vor Weihnachten laut Sprecherin des Bundesumweltministeriums, Christiane Schwarte, zu keinem „abschließenden Meinungsbild“ der schwarz-gelben Regierung. +++ Die EU könnte ihr Energieziel verfehlen, warnte EU-Kommissionspräsident Barroso. Auf dem Sondergipfel am 4. Februar wolle er daher mit den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten über das weitere Vorgehen beraten.
Keine Vorkasse mehr bei TelDaFax
Bath erklärt, dass das Unternehmen durch den Wegfall der immer wieder kritisierten Vorkasse-Tarife, dem Kundenbedürfnis entgegenkäme. Trotzdem liegen die TelDaFax-Tarife immer noch unter den allgemeinen Tarifen des örtlichen Grundversorgers. Die konkrete Höhe der monatlichen Abschläge richtet sich vor allem nach der Höhe der geleisteten „Sonderabschlagszahlung“. Hierbei bestimmt der Kunde vor Vertragsbeginn, ob er 200, 400 oder 600 Euro hinterlegen möchte. Je größer die Summe, desto niedriger der Stromtarif. Die Sonderabschlagszahlung erhält der Kunde nach Vertragsende zurück, allerdings unverzinst.
Kürzung der Solarförderung
Durch die garantierte 20-jährige Einspeisevergütung in gesetzlich geregelter Höhe boomt die Solarbranche. Der erneute massive Zubau im Bereich Photovoltaik hat deshalb zu einer erneuten Debatte um Subventionskürzungen geführt. Die Einspeisevergütung wird durch die Einnahmen aus der EEG-Umlage, welche alle Stromverbraucher mit ihrer Rechnung begleichen, gezahlt. Zum Jahresbeginn stieg die Umlage auf Grund des Solarbooms um 75 Prozent. Dadurch könnte die Akzeptanz der Bevölkerung zur Förderung der erneuerbaren Energien erheblich leiden.
Mehr Engagement für Energieziel
Die bisher geplanten Maßnahmen könnten die Energieeffizienz lediglich um zehn Prozent verbessern, so Barroso – damit würde die EU ihr Ziel von 20 Prozent deutlich verfehlen. Er wollte sich jedoch nicht festlegen, ob verbindliche Ziele für die Mitgliedsstaaten eingeführt würden. Stattdessen lobte er das gute Vorankommen bei der Umstellung auf regenerative Energien. Bei dem Energiegipfel soll außerdem die Finanzierung des Netzausbaus in den kommenden Jahren geklärt werden. Weiterer Schwerpunkt werden die Innovationen sein, bei denen Europa nach Expertenmeinungen deutlich zurückliegt.
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