E.ON-Hauptversammlung – Einsatz für Atomkraft
Nachricht vom 6.5.2011Essen – E.ON Chef Johannes Teyssen verdeutlichte bei der gestrigen Hauptversammlung in Essen, dass er bei einem vorzeitigen Ausstieg aus der Atomenergie eine härtere Gangart einlegen wird. Teyssen will sich für den Schutz des Vermögens der Aktionäre einsetzen. Der E.ON-Chef würde notfalls auch eine Klage gegen die Brennelementesteuer in Betracht ziehen, berichtete heute „Die Welt“.
Bei Aus von AKW Gewinnrückgang
Würden die Atomkraftwerke endgültig abgeschaltet werden, wäre nach Ansicht von Teyssen die Gewinnprognose gefährdet. Weitere Aussagen gehen vorerst von der Annahme aus, dass anschließend an das von der Bundesregierung beschlossene Moratorium der weitere Betrieb von sicheren Kernkraftwerken möglich ist, sagte Teyssen. Der Energieversorger EnBW hat seine Gewinnaussichten bereits gesenkt, das Konkurrenzunternehmen RWE plant eine Prüfung seiner mittelfristigen Ziele.
Unternehmensplanungen bekräftigt
Die Unternehmensplanungen bekräftigte Teyssen unter Vorbehalt, der Energiekonzern E.ON erwarte demnach einen bereinigten Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von 11,2 bis 11,9 Milliarden Euro. Für das Jahr 2013 erwartet das Unternehmen etwa den Gewinn von 2010, im Vorjahr jag der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen bei 13,3 Milliarden Euro. E.ON hatte aufgrund des Moratoriums die Meiler Unterweser und Isar 1 vom Netz genommen. Auf eine Klage gegen den Sillstand verzichtet der Energiekonzern.
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