Deutschlands Atomausstieg muss gut geplant sein
Nachricht vom 25.5.2011Die Internationale Energieagentur sieht Probleme in dem deutschen Alleingang beim Atomausstieg. Denn dieser Alleingang könnte ganz Europa gefährden. Eicke Weber vom Fraunhofer Institut ist da komplett anderer Meinung. Denn er hält die Umsetzung eines Alleingangs sowieso für unrealistisch. Chef der internationalen Energieagentur (IEA), Nobuo Tanaka, wies aber darauf hin, dass Deutschland Entscheidungen bezüglich des Atomausstiegs zusammen mit der EU treffen sollte.
Weber hat keine Angst vor einem Blackout
Die Warnung ging genau in der Zeit an die Öffentlichkeit, in der die Parteien über das Ausstiegsdatum aus der Atomenergie diskutieren. Dabei spielt es keine Rolle ob die Parteien aus Überzeugung den Atomausstieg besprechen, oder weil sie sonst Angst haben, Stimmen zu verlieren. Weber, der der Ethikkommission Ratschläge gab, erzählte gegenüber dem „Focus“, dass er keine Angst hat, dass es zu einem Blackout kommt. Das würde nur eintreffen, wenn von heut auf morgen alle 17 Atomkraftwerke vom Netz genommen werden.
Nachbarländer müssen ausreichend informiert werden
Weber hält die Situation auch deswegen für ungefährlich, da geplant ist bis ca. 2020 aus der Atomkraft auszusteigen. Somit ist noch ausreichend Zeit vorhanden, die erneuerbaren Energien auszubauen, welche für die Stromversorgung zuständig sein werden. Außerdem ist es wichtig, die Nachbarländer über die Ausstiegspläne zu informieren.
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