Atomausstieg ist nun genau geplant
Nachricht vom 30.5.2011Hamburg/ Berlin – Union und FDP haben die Pläne für den Atomausstieg nun beschlossen. Gemeinsam haben sie eine Regelung gefunden, welche die deutsche Abkehr von der Atomenergie beinhaltet. Der Großteil der Atommeiler soll bis 2021 vom Netz genommen werden. Allerdings wurde auch eine Absicherung überlegt: Sollte es zu Problemen bei der Energiewende kommen, werden die restlichen 3 Atommeiler erst 2022 vom Netz gehen, berichtet der „Spiegel“.
Reservemeiler kann bei Engpässen angeschaltet werden
Plänen zufolge sollen zunächst die 7 ältesten Meiler und das AKW Krümmel still gelegt werden. Jedoch soll ein Kraftwerk im Stand-by-Modus bleiben, weil es besonders an trüben Wintertagen nur geringe Mengen Solarstrom gibt. Außerdem kann sich Deutschland auf Importe aus den benachbarten EU-Ländern nicht verlassen, weil diese ihren produzierten Strom selber benötigen. Laut Bundesnetzagentur können Stromengpässe besonders im Süden auftreten. Wenn diese Situation entsteht, gibt es die Möglichkeit den Reservemeiler wieder anzuschalten.
Situation wird überprüft
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellte am Sonntagabend ihre Resultate den Partei und Fraktionschef von SPD und Grünen vor. Bisher ist noch nicht klar, ob sie die Pläne komplett unterstützen werden. Im Jahr 2018 wird überprüft, ob ein kompletter Atomausstieg bis 2021 möglich ist, oder ob doch die Zeit bis 2012 benötigt wird.
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