Verbraucherschützer geben vorerst Entwarnung
Nachricht vom 1.6.2011Wie die ‚Welt‘ am ersten Juni berichtet, geben Verbraucherschützer nun die ersten Entwarnungen: Strom werde nicht zwangsläufig teurer. Holger Krawinkel, Energiefachmann des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, weist darauf hin, dass bei der richtigen Vorgehensweise nur moderate Preisanhebungen durchgeführt werden müssten. Die von der Bundesregierung beschlossene Energiewende könne beispielsweise wenn in kurzer Zeit ausreichend Windräder gebaut werden, ohne dass große Kostensteigerungen für die Kunden erfolgen.
Windräder auch in Süddeutschland
Krawinkel meint zu Strompreissteigerungen infolge der Energiewende, dass diese nicht unbedingt vorgenommen werden müssen und falls doch moderat erfolgen können. Seiner Ansicht nach müssten schnellstmöglich Windräder gebaut werden. Windräder seien auch für Süddeutschland eine Option, da dann weniger kostenintensive Stromleitungen dorthin verlegt werden müssten. Krawinkel rechnet vor, dass zusätzliche Kapazitäten an Strom aus erneuerbaren Energien aufgebaut werden müssten, die bei 100 bis 120 Terawatt liegen.
Kaum Strompreiserhöhungen zu erwarten
In diesem Jahr müssten die Verbraucher kaum noch mit Strompreiserhöhungen rechnen. Davon gehen zumindest unabhängige Vergleichsportale aus. Als einer der Hauptgründe gilt, dass rund 770 der knapp 1.000 deutschen Stromversorger in diesem Jahr bereits ihre Strompreise angehoben hätten. Zwar sei die Energiewende kein ausreichender Grund erneut die Stromkosten anzupassen, allerdings wirken auf die Strompreise weitere Faktoren, die bislang schwer vorherzusagen sind. Man kann demnach nicht sagen, welche Entwicklungen die Strompreise zukünftig nehmen werden.
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