Verhöhnt Sarkozy den Atomausstieg in Deutschland?
Nachricht vom 8.6.2011Berlin – Die Atomkatastrophe in Japan brachte Deutschland dazu, rasch aus der Atomenergie auszusteigen. Denn spätestens nach den jüngsten Atomereignissen von Fukushima ist klar: Die Atomkraft ist unberechenbar. Doch anstatt sich ebenfalls von der Atomenergie abzuwenden, will Frankreich den deutschen Atomausstieg für sich nutzen und hofft auf Stromexporte nach Deutschland. Dabei betont Frankreichs Präsident Sarkozy allerdings, dass er die Entscheidung Deutschlands nicht kritisieren möchte, berichtet die Frankfurter Allgemeine.
Frankreich wittert Wettbewerbsvorteile
Sarkozy verkündete: „Wir bieten uns gerne an, ihnen [den Deutschen] unseren Strom zu verkaufen“, was in vielen Augen bereits spöttisch klang. Doch der französische Präsident sieht in den deutschen Atomausstieg vielmehr Wettbewerbsvorteile, als einen Grund, Deutschland dafür zu verspotten. Denn sollte Deutschland während der Energiewende auf Strom aus Nachbarländern angewiesen sein, will Frankreich gleich an erster Stelle sein um Strom an das benachbarte Land zu verkaufen.
Sarkozy will keine Industrie zugrunde richten
Nun stellt sich nur noch die Frage, warum Sarkozy trotz der japanischen Atomkatastrophe hinter der Atomenergie steht. Der französische Präsident beantwortet diese Frage damit, weil er nicht zum Präsidenten gewählt wurde, um eine Industrie zu ruinieren, welche Arbeitsplätze schafft eine sichere Energieversorgung darstellt.
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