Strom bald mit niedriger Mehrwertsteuer?
Nachricht vom 13.7.2011Hamburg – Die Strompreise werden im Zuge der des Atomausstieges in die Höhe getrieben. Das bedeutet vor allem für Arbeitslose und Geringverdiener eine höhere Belastung. Die Verbraucher müssen für Gas und Strom 19 Prozent Mehrwertsteuer zahlen. Laut eines Verbraucherportals ist das zu viel, denn Strom gehört zu dem lebensnotwendigen Gut. Von der Bundesrepublik werden diese mit einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent vergütet.
Dreifache Belastung für die Verbraucher
Die Verbraucher könnten durch eine Senkung der Mehrwertsteuer bedeutend entlastet werden, die sie jährlich 4,8 Milliarden Euro weniger für Energie zahlen müssten. Rund 225 Euro könnte ein durchschnittlicher Haushalt damit sparen. Für die Kunden käme eine Entlastung gerade recht, da sie aufgrund der Energiewende ohnehin dreifach belastet werden. In Folge des Atomausstiegs könnten die Strompreise mittelfristig in die Höhe steigen. Hinzu kommen diverse Aufschläge für die Förderungen der erneuerbaren Energien. Die Gewerbebetriebe werden außerdem von der EEG-Abgabe befreit. Diesen Aufschlag müssen private Verbraucher und Kleinbetriebe weiter zahlen.
Atomausstieg könnte teuer werden
Besonders die Geringverdiener könnten die Ökowende als unsozial empfinden. Vor allem die Hartz-IV-Empfänger werden die steigenden Preise spüren. Das liegt wiederum daran, weil der Ausgabenschub bei der Berechnung des Hartz-IV-Regelsatzes nicht berücksichtigt wird. Steuersenkungen kämen der Regierung allerdings nicht gelegen, da abzusehen ist, dass der Atomausstieg teuer wird.
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