In Österreich ist der Strom deutlich zu teuer
Nachricht vom 3.8.2011Nach Ansicht der österreichischen Regulierungsbehörde E-Control sind die Kosten Strom und Gas deutlich zu hoch. Damit stellt sich die E-Control auf die Seite der Arbeiterkammer, die bereits in der Vergangenheit Kritik geäußert hatte. Ein Kritikpunkt der E-Control ist, dass die Preissenkungen für Strom und Gas auf dem freien Markt durch die Versorger nicht an die Kunden weiter gegeben werden. Rund 80 Prozent der österreichischen Verbraucher zahlt zu viel für Energie.
Arbeiterkammer veröffentlicht Bericht
Ausgehend von einer Studie der Arbeiterkammer, die kürzlich veröffentlicht wurde, zahlen die Verbraucher Österreichs seit gut drei Jahren deutlich zu viel für Strom und Gas. Diesen Vorwurf weist die Energiewirtschaft hingegen zurück. Diese zweifeln unter anderem die Vergleichsmethoden der Arbeiterkammer an. Nach Angaben der Arbeiterkammer sei der Großhandelspreis für Strom um gut 17 Prozent gesunken. Die Energieversorger hätten ihre Preise in der Vergangenheit jedoch nicht an die Senkungen angepasst, sondern teilweise sogar Preiserhöhungen vollzogen. Nach Ansicht von Walter Boltz, Geschäftsführer der E-Control, sei die Kritik der Arbeiterkammer im Kern berechtigt. Die deutlich niedrigeren Großhandelspreise, die die Energieversorger zahlen, seien nicht an die Kleinkunden weiter gereicht worden.
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