Baut E.ON 11.000 Stellen ab?
Nachricht vom 10.8.2011Düsseldorf – Johannes Teyssen, Chef des Energiekonzern E.ON, stimmt die Mitarbeiter als Folge der Energiewende nun auf einen drastischen Stellenabbau ein. Nach eigenen Angaben wird temporär der Abbau von weltweit rund 11.000 Stellen überprüft. Das heißt wiederum, dass bei E.ON jeder zehnte Arbeitsplatz gefährdet ist. Der „Mitteldeutschen Zeitung“ zufolge, sind insgesamt 85.000 Mitarbeiter bei E.ON beschäftigt.
Konzernkosten sollen gesenkt werden
In einer Mitteilung gab der Vorstand bekannt, dass es Überlegungen über einen mittelfristigen Abbau von konzernweit bis zu 11.000 Stellen gibt. Der Fokus wurde besonders auf den Verwaltungsbereich gelegt. Zu konkreten Schritten äußerte sich E.ON aber nicht. Die Überlegungen werden in den kommenden Wochen detailliert besprochen. Der Aufsichtsrat würde im Herbst entscheiden. E.ON plant, die Konzernkosten in den nächsten Jahren um 1,5 Milliarden Euro zu senken.Probleme bei Gaslieferverträgen
Im zweiten Quartal wurde das bereinigte Ergebnis von E.ON zum ersten Mal in die Verlustzone gedrückt. Grund dafür ist unter anderem die Rücknahme der Laufzeitverlängerung der Atommeiler, Schwierigkeiten bei den Gaslieferverträgen und niedrigere Stromerlöse. Die Belastungen, welche aus dem Atom-Aus inklusive der Brennstoffsteuer resultierten, lagen im ersten Halbjahr bei 1,9 Milliarden Euro.
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