Neuer Strom für Die Bahn
Nachricht vom 5.9.2011Die Bahn ist an der Spitze der der Stromverbraucher – sie beansprucht zwei Prozent des deutschen Verbrauchs. Täglich werden damit 20.000 Züge betrieben. Mit einem Jahresverbrauch von 12 Milliarden Kilowattstunden entspricht der Stromverbrauch dem von Berlin. Nach Fukushima wird aber nun auch die Bahn gezwungen, neue Quellen zu erschließen, wie die ‚Süddeutsche‘ berichtet.
DB kauft Erneuerbare auf
„Wir kaufen alles auf, was zu vertretbaren Konditionen am Markt an regenerativen Energien verfügbar ist“, betonte Vorstandschef Rüdiger Grube im Frühjahr, kurz nach dem die japanischen Atommeiler außer Kontrolle gerieten. Inzwischen ist der Atomausstieg Gesetz und „im Moment können wir die Situation beherrschen“, so ein Sprecher der DB Energie mit Blick auf weniger Atomstromlieferungen seit der Stilllegung von acht Atomkraftwerken. Man habe sich frühzeitig auf die Abschaltung des alten Meilers in Neckarwestheim vorbereitet, von wo bisher allein acht Prozent des Bahnstromes kamen. Ende Juli unterzeichneten Grube und RWE-Chef Jürgen Großmann einen Milliarden Vertrag zur Lieferung von Strom aus RWE-Wasserkraftwerken. Die Züge der Bahn sollen nun von 2014 bis 2028 mit Ökostrom aus 14 Wasserkraftwerken betrieben werden. Jährlich entstehen über diese rund 900 Millionen Kilowattstunden, welche rund ein Drittel der ICE und IC mit Strom versorgen könnten. Diese Menge entspricht dem Verbrauch von einer Viertelmillion Haushalten.
Ökoanteil über dem Bundesdurchschnitt
Die Bahn hat vor, die Stromversorgung auf ein breites Fundament zu stellen. Deshalb schloss sie auch weitere Verträge mit Ökoanbietern ab. Seit einigen Monaten bezieht Die Bahn nun Energie von fünf Windrädern im Naturpark Hoher Fläming in Brandenburg und aus dem Windpark Märkisch Linden. Im Vergleich zum täglichen Bedarf ist dies allerdings weniger ausschlaggebend. Denn da kontinuierliche Lieferungen unumgänglich sind, ist Wasserkraft die wichtigste Energieform für die Bahn. Durch die Ökostromverträge steig nun der Ökostromanteil bei der Bahn von 19,8 Prozent im Jahr 2010 auf bis zu28 Prozent und übertrifft damit den Bundesdurchschnitt von 20 Prozent. Trotzdem wird die Kohle für die Bahnversorgung sehr wichtig bleiben.
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