Gesetzesänderungen: Kleinkunden müssen mehr zahlen
Nachricht vom 21.11.2011Berlin - Einige Stromsonderkunden und die Industrie wurde durch die schwarzgelbe Bundesregierung heimlich um eine Milliardensumme entlastet. Die Kleinkunden bekamen dafür die Kosten. Von den Gebühren für die Stromnetze sollen die Konzerne ausgenommen werden. Bislang wurde vermutet, dass es sich um eine minimale Verteilung handelt.
Gesetz wurde in letzter Minute geändert
Die „Frankfurter Rundschau“ führte Recherchen aus. Diese ergaben, dass die privaten Haushalte im Jahr 2012 durch diese Operation höher belastet werden, als vermutet. Daraus entsteht eine preisliche Erhöhung um 3 Prozent. Auf einen Haushalt mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden kommen Mehrkosten von mehr als 26 Euro zu. Doch woran liegt das? Bei der Verabschiedung des Energiepakets im Sommer hat die schwarz-gelbe Koalition in allerletzter Minute eine Änderung der Stromnetzentgeltverordnung vorgenommen. Nicht einmal Fachkreise wurden darauf aufmerksam. In der Änderung wurde folgendes geregelt: Unternehmen, die im Jahr mehr als zehn Gigawattstunden Strom benötigen, sind von den Gebühren der Stromnetze befreit. Daraus entsteht eine Verteilung der Kosten auf die Verbraucher, die ungleichmäßig ist. Holger Krawinkel, der Energieexperte des Bundesverbands der Verbraucherschützer spricht hier von eine „einmaligen Schweinerei“.
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