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Netzentgeltverordnung unter starker Kritik

Nachricht vom 7.12.2011

Derzeit müssen die Endverbraucher die Netzkosten zahlen, doch der Widerstand wird immer härter. Auch der Mülheimer Ökostromanbieter GrünHausEnergie erhebt nun offiziell Einspruch gegen die neue Regelung der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV), wie einem Pressebericht des Unternehmens zu entnehmen ist. In ihr werden große Industriebetriebe von den Netzentgelten befreit – alle Einzelverbraucher müssen jedoch zahlen. Die bei der Bundesnetzagentur eingegangene Beschwerde bezieht sich auf die fehlende Fairness dieser Regelung.


Ungerechte Preiserhöhungen


Experten rechnen mit Preiserhöhungen für die jährlichen Stromkosten von durchschnittlich 25 bis 35 Euro. Daniel Lunter Geschäftsführer der GrünHausEnergie GmbH meint dazu: „Es kann nicht sein, dass Verbraucher für Kosten aufkommen müssen, die sie nicht verursachen. Im Interesse unserer Kunden werden wir alle Möglichkeiten ausschöpfen, diese ungerechte Preiserhöhung zu verhindern.“
 

Mit dem Schritt hat das Unternehmen auf die Festlegung einer sogenannten Sonderkundenumlage in der Netzentgeltverordnung der Bundesnetzagentur reagiert, welche energieintensive Industrieunternehmen mit mindestens 7.000 jährlichen Betriebsstunden und einem Verbrauch von mehr als zehn Gigawattstunden von den Netzentgelten befreien will.

 

Der „kleine Verbraucher“


Privathaushalte und kleine Unternehmen gelten als die „kleinen Verbraucher“ in der Energiebranche. Sie müssen ca. 1,1 Milliarden Euro für Netzentgelte aufbringen – doch der Widerstand wächst, und geht nicht nur von GrünHausEnergie aus.  Auch die Freiburger Energie- und Umweltdienstleister Badenova und der Verband der kommunalen Unternehmen (VKU) erheben Einspruch gegen die Netzentgeltverordnung.


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Redaktion Stromvergleich.com: Gerhard Solter

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